Mit seiner Hamburger Rede hat sich der CDU-Politiker Günther Oettinger für ein Amt als EU-Kommissar endgültig disqualifiziert. Wer öffentlich abfällig über Chinesen, Homosexuelle, Frauen und die wallonische Regionalregierung spricht, ist nicht geeignet, europäische Interessen zu vertreten.

Insbesondere das Amt des EU-Haushaltskommissars sollte von jemandem bekleidet werden, der Interessen zwischen EU-Bürgerinnen und –Bürgern sowie zwischen Mitgliedsstaaten ausgleicht. Ansprachen wie die von Kommissar Oettinger fördern Missgunst und Spaltung, anstatt zu sozialem Zusammenhalt in der EU beizutragen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Herr Oettinger zeigt, dass er nicht für ein repräsentatives Amt in der EU geeignet ist. Erinnert sei an die distanzlose Lobrede auf den ehemaligen NS-Richter und baden-württembergischen Ministerpräsidenten Filbinger im Jahr 2007.