Die Linksfraktion im EU Parlament verurteilt die gestrigen Aussagen des ungarischen Premierministers Viktor Orbán und den unmenschlichen und entwürdigenden Umgang der Polizei in Bicske mit den Flüchlingen.

„Die gewaltsame Räumung des voll mit Flüchtlingen besetzten Zuges und der ungarische Grenzzaun zu Serbien zeigen, dass die Dublin-Politik katastrophal gescheitert ist. Die Schuld daran liegt nicht allein bei Orbán. Führende EU-Politikerinnen und Politiker übten sich zu lange in nationalen Abschottungswettkämpfen und spielen nun die Hilflosen vor dem Scherbenhaufen ihrer eigenen Politik.

Dieses Spiel muss sofort beendet werden: Jeder Mitgliedsstaat muss sich zu einer Flüchtlings-, Migrations-, und Asylpolitik verpflichten, die auf Solidarität, Menschlichkeit und Würde aufgebaut ist!

Wir brauchen sichere und legale Einreisewege für Asylsuchende und Migranten in die EU-Staaten. Die fundamental gescheiterte Dublin-Verordnung muss ausgesetzt werden und wir müssen dringend eine groß angelegte internationale Seenotrettungsmission im zentralen Mittelmeer starten.

Zusätzlich brauchen wir mehr finanzielle Mittel, damit Kommunen in der Lage sind, Flüchtlinge und Migranten willkommen zu heißen und menschendwürdig unterzubringen.

Wenn wir nicht dazu imstande sind, Menschen aufzunehmen, die vor Krieg, Vertreibung und Elend flüchten, verraten wir die fundamentalen Werte der Europäischen Union.“