Gabi Zimmer, Vorsitzende der Linksfraktion GUE/NGL im Europaparlament, zum heutigen Beschluss der Außen- und Verteidigungsminister der EU, militärisch gegen Schlepper in Libyen vorzugehen:

 

„Die Regierungen der EU haben sich noch lange nicht geeinigt, ob Flüchtlinge solidarisch aufgenommen werden oder wie sie gerecht in den Mitgliedstaaten verteilt werden sollen. Dafür hat der Rat der Außen- und Verteidigungsminister in kürzester Zeit einen Militärplan beschlossen, der Schlepper bekämpfen und ihre Boote zerstören soll. Klarer kann die EU nicht zeigen, dass sie in Flüchtlingen zuerst ein Sicherheitsproblem sieht, kein humanitäres.“

 

„Menschen auf der Flucht vor Krieg und Armut brauchen sichere und legale Wege in die EU, damit sie ihre Leben nicht aufs Spiel setzen zu müssen. Nur so wird Schleppern die Geschäftsgrundlage wirklich zerstört. Denn Menschen in Not werden weiterhin versuchen, die EU zu erreichen. Und Schlepper werden sich durch zerstörte Boote nicht davon abhalten lassen, Flüchtlinge auf anderen Wegen in die EU zu bringen.“

Straßburg, 18.5.2015