Gabi Zimmer, Vorsitzende der Linksfraktion GUE/NGL im Europaparlament, zum Ausgang des Jobgipfels der Staats- und Regierungschefs in Mailand:

 

„Die Ergebnisse des Mailänder Jobgipfels zeigen, dass die dritte Chance vertan wurde. Die Staats- und Regierungschefs werden die hohe Arbeitslosigkeit nicht bekämpfen. Merkel verharrt in ihrem Sparwahn und lässt Hollande abblitzen, der Investitionen in die Wirtschaft fordert. Stillstand ist vorprogrammiert.“

 

„Mit nur sechs Milliarden Euro für die Jugendgarantie werden die Staats- und Regierungschefs kaum etwas gegen die enorme Jugendarbeitslosigkeit machen können. Komplizierte Verfahren behindern zusätzlich, dass diese Gelder von den Staaten abgerufen werden können. Das ist das eigentliche Ergebnis des Gipfels.“

 

„Armut greift um sich und Arbeitslosigkeit explodiert, gerade unter jungen Menschen in der EU. Die Staats- und Regierungschefs müssen endlich ihr marktradikales Spardiktat stoppen, mit dem kein Aufschwung, keine nachhaltige Entwicklung und keine Arbeitsplätze zu schaffen sind. Wenn wir jetzt die Wirtschaft nicht mit massiven Investitionen ankurbeln, verlieren wir EU-weit eine ganze Generation an die Hoffnungslosigkeit.“

 

Brüssel, 8.10.2014