Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März erklärt Gabi Zimmer, Vorsitzende der Linksfraktion im Europaparlament:

„Tagtäglich machen sich Menschen für Frauenrechte stark. In allen Lebensbereichen protestieren Aktivist*innen gegen veraltete Stereotype und Machtstrukturen, die der Grund dafür sind, dass Frauen schlechter bezahlt werden, häufiger in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, auf ihrem Karriereweg gegen eine gläserne Decke stoßen oder nicht frei über ihren eigenen Körper entscheiden können. Wir stehen an ihrer Seite und kämpfen gemeinsam gegen Entlassungen, für Lohnangleichung, eine gesetzliche Frauenquote und für das Recht auf Abtreibung.”

Die Linksfraktion im Europaparlament veranstaltete zum internationalen Frauentag eine Konferenz zu Selbstverteidigung als Empowerment-Strategie. Dazu Gabi Zimmer:

“Selbstverteidigung ist ein politisches Instrument gegen bestehende Ungleichheiten. Gewalt gegen Frauen und Mädchen wurzelt immer in ungleichen Machtverhältnissen. Durch traditionelle Vorstellungen von Weiblichkeit sind viele Frauen nicht darauf vorbereitet, Gewalt etwas entgegenzusetzen. Feministische Selbstverteidigung zielt daruf, Selbstvertrauen zu stärken und gemeinsam Wege zu entwickeln, wie Frauen und Mädchen wirksam Grenzen setzen können.”

Zum Gleichstellungsbericht, der für die kommende Plenarsitzung in Straßburg auf der Tagesordnung steht, meint die Fraktionsvorsitzende: “Viel zu wenig hat sich in den vergangenen Jahren getan und es drohen immer wieder Rückschritte auf dem Weg zu mehr Gleichstellung. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Situation für Frauen in vielen Ländern verschlechtert. Sie leiden unter Kürzungsmaßnahmen im Sozial- und Gesundheitsbereich, leben in erschreckender Armut und sind vermehrt Opfer sexualisierter und häuslicher Gewalt.“

Gabi Zimmer abschließend: „Frauenrechte sind Menschenrechte. Wir müssen das Schweigen über anhaltende Ungleichheiten und Machtverhältnisse immer wieder brechen. Wir wollen ein Umdenken vorantreiben, damit Menschen selbstbestimmt in Würde und solidarisch meinender leben können.”

 

Brüssel, 07. März 2015